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Doppelfassaden

Vor allem für windexponierte Gebäude werden zum Schutz der Sonnenschutzeinrichtung häufig Doppelfassaden oder kastenfensterähnliche Fassadenkonstruktionen geplant. Bei unzureichender Wärmeabfuhr kann sich der Zwischenraum der Fassade ähnlich einem Gewächshaus bei Sonneneinstrahlung erwärmen. Was für exotisches Obst gut ist, kann sich in dieser Situation auch als problematisch darstellen - unter Umständen können Temperatur bis über 80°C in der Doppelfassade erreicht werden. Dabei besteht das Risiko, dass Storenmotoren in ihrer Funktion oder der sommerliche Wärmeschutz beeinträchtigt wird. Zulässige Temperaturen für Storenmotoren liegen im Bereich von 60-80°C, die SIA 180:2014 fordert u.a., dass bei aktivem Sonnenschutz eine maximale Temperaturdifferenz von 5 Kelvin zwischen raumseitiger Oberfläche der Verglasung und Raum nicht überschritten werden darf.

Optimierungspotentiale

... liegen in der Wahl der Verglasung, der Art und Farbgebung des Sonnenschutzes sowie der Aerodynamik in der Fassade, respektive der Reduktion von Strömungswiderständen und der Luftführung. Im Letzteren liegt bei hinterlüfteten Systemen das grösste Potential. Bei nicht hinterlüfteten Systemen, wie beispielsweise der CCF (Closed Cavity Fassade), liegen die Potentiale am ehesten in der Wahl der Verglasung.

 

Carpetplot mittlerer Temperaturen in der Fassade über den Zeitraum eines Jahres (dynamische thermische Simulation), Stromlinien und lokale Temperaturen in der Fassade (Strömungssimulation, CFD)

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