Christian
Dietrich

Einstrahlungsanalysen

Die Sonne ist im Hochbau einer der entscheidendsten Entwurfsparameter und je nach Standpunkt oder Wahrnehmung ist die Sonne "gern gesehen" oder ebend nicht. Ein sauberes Abwägen unterschiedlicher Interessen ist vor allem in frühen Projektphasen notwendig.

Betrachtet man die Sonne als Energielieferant, dient sie der Reduktion des Wärmebedarfs in Gebäuden und der Strom- und Wärmeerzeugung. Vor allem im städtebaulichen Kontext wird dies vor dem Hintergrund steigender Effizienzanforderungen und der stellenweise bereits erfolgten Verpflichtung zur Eigenstromversorgung bei Neubauten sehr interessant.

Unter Umständen wird die Sonne auch als potentielle Störquelle betrachtet - man redet in diesem Fall meist von Überhitzung und Blendung oder aber auch von ungünstigen Reflexionen; hervorgerufen durch Spiegelungen an benachbarten Bauwerken.

Für Vorabschätzungen werden individuell, je nach Situation und Erfordernis entweder Raytracing-Methoden unter Einbezug von Wetterdaten oder vereinfachte Berechnungen angewandt - beispielsweise zur Vorbewertung einer Eigenverschattung ... die Skalierung der Betrachtung ist beliebig. Vor allem bei der Bewertung über ganze Areale geht es dabei nicht nur um "Zahlen" allein, sondern vielmehr auch darum, einen Überblick zu gewinnen und ein besseres Verständnis darüber zu erlangen, wie das Umfeld auf ein Gebäude wirkt oder umgekehrt.

 

Links: Besonnungsanalyse mittels Raytracing-Verfahren für Betrachtungsperioden oder als Momentaufnahme, Rechts: Analyse der Wirkung von Eigenverschattungen

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